Die SHS Informationssysteme AG, München, hat ihre Leistung im Geschäftsjahr 2005 um 28 Prozent von 32 Millionen Euro auf 41 Millionen Euro gesteigert. Trotz höherer Investitionen in den Vertrieb und das Marketing konnte das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ohne Sondereffekte) im vergangenen Geschäftsjahr von einer Million Euro auf 1,6 Millionen Euro verbessert werden.
Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2004 wurde ein vergleichbares EBITDA in Höhe von 1 Millionen Euro (ohne Sondereffekte) ausgewiesen. Das EBT (Ergebnis vor Steuern) für 2005 liegt bei 0,3 Millionen Euro im Vergleich zu minus 3,9 Millionen Euro (ohne Sondereffekte). Die Bilanzsumme erhöhte sich 2005 auf 35,6 Millionen Euro (2004: 28,9 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 44 Prozent (2004: 38 Prozent). Ende 2005 beschäftigte SHS 510 Mitarbeiter. Das waren 60 mehr als Ende 2004.
Überaus positiv verlief auch das vierte Quartal 2005: Die Leistung betrug 11,8 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum 2004 hatte sie 9,5 Millionen Euro betragen. Das EBITDA lag im vierten Quartal 2005 mit 0,4 Millionen Euro ebenfalls über dem Vorjahresbetrag in Höhe von 0,1 Millionen Euro.
Nach Abschluss der Restrukturierung Ende 2004 begann 2005 die erfolgreiche Neupositionierung der Gesellschaft. Schwerpunkt war die Fokussierung auf die strategischen Bereiche Kundenrisikomanagement und Kundenwertmanagement. Hier gelang es SHS die Softwarelösung GUARDEAN weiter erfolgreich am Markt zu platzieren und namhafte Neukunden wie etwa Daimler Chrysler zu gewinnen. Durch die strategischen Akquisitionen der Systech Software GmbH Ende 2005 und der Viveon AG Anfang 2006 hat SHS das Leistungsportfolio enorm verbreitert. Vorstandsvorsitzender Dirk Roesing zur SHS-Strategie: „Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, unsere Kunden in Zukunft mit einem erweiterten Lösungsportfolio über die gesamte Wertschöpfungskette von der strategischen Beratung, der Integration über die Bonitätsprüfung bis zur Kundenwert-Analyse betreuen zu können.“
Nach Überzeugung von Roesing rückt die Bewertung von Kunden immer mehr in den Blickpunkt der Unternehmen: „Die Nutzung von strategischen Kundenpotenzialen wird sich zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Zukunft entwickeln. Mit unserem Leistungsportfolio sind wir heute exzellent in diesem Markt positioniert. Wir verfügen über großes Wachstumspotenzial.“